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Mittelalterliche Tavernen
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Mittelalter Taverne Prag - Tschechien
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Taferne,
Taverne (von lat. taberna: Hütte/Laden/(Schau)-bude/Gasthaus, dann
auch taberna publica) oder Tafernwirtschaft bzw. Tavernwirtschaft
sind alte Bezeichnungen für ein Gasthaus.
Der Wirt einer Taferne oder Tafernwirtschaft, Taferner oder
Tafernwirt genannt, hatte in früheren Zeiten das Tafernrecht inne.
Dieses Recht, in etwa mit der heutigen Gaststättenkonzession
vergleichbar, beinhaltete verschiedene Privilegien. Es wurde vom
Landesherrn verliehen.
Die Bauernhochzeit von P. Brueghel d. Ä.
Danach hatte der Wirt einer Tafernwirtschaft, einer sogenannten
„vollkommenen Wirtschaft“, nicht nur das öffentliche Schank- bzw.
Krugrecht, das Herbergs- und Gastrecht sowie die Fremdenstallung
(die Versorgung und das Unterstellen der Zug- und Reittiere),
sondern er durfte auch Verlöbnismähler (Häftlwein), Hochzeiten,
Stuhlfeste, Tauf- und sonstige festliche Mähler ausrichten. Der Wirt
durfte Bier, Wein und Branntwein ausschenken. Mit Wein wurden früher
Rechtsgeschäfte betrunken. Daran erinnert heute noch der Weinkelch
im Zunftschild. Zum Tafernrecht gehörte auch das Braurecht, das
Brennrecht und die Backgerechtigkeit, also das Recht, einen Backofen
anzulegen und Brot zu backen.
Eine Tafernwirtschaft musste wandernde Handwerksgesellen gegen Geld
oder handwerkliche Gegenleistungen beherbergen, sie hatte also eine
soziale Verpflichtung. Ferner wurde bei Todesfällen der
Leichenschmaus in der Taferne abgehalten sowie die
Nachlassverhandlung geführt. War kein Amtshaus vorhanden, fanden
dort auch Gerichtsverhandlungen statt. Die Taferne war der kommunale
Mittelpunkt in weltlichen Angelegenheiten der Bewohner des Dorfes.
Ein Wirt ohne Tafernrecht war lediglich Zapfwirt.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tafernwirtschaft |