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Streichpsalter
- 05 Aug 2009
- Mittelalterliche Instrumente
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Streichpsalter
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Streichpsalter ist ein Streichinstrument, das bereits in der Musik des Mittelalters gespielt wurde. Es ist eine Variante des Psalters (auch Psalterium genannt). Ebenso wie beim normalen Psalter sind eine Reihe von Saiten über einen hölzernen Resonanzkasten gespannt. Die Saiten werden jedoch nicht gezupft, sondern mit einem Bogen gestrichen.
Bauform
Die Saiten eines Streichpsalters werden, wie bei Psaltern üblich, nicht gegriffen oder sonstwie verkürzt, um höhere Töne zu spielen, sondern jede Saite erklingt stets in dem Ton, auf den sie gestimmt wurde. Ein Ton entspricht somit einer Spielsaite. Diese Saiten sind meistens von gleicher Dicke, aber unterschiedlicher Länge. Manche Bauformen des Streichpsalters besitzen außerdem Resonanzsaiten, die nicht gestrichen werden, sondern nur passiv mitklingen. Weil die Saiten Stahlsaiten sind und noch nach dem Anstreichen lange nachklingen, besitzt das Instrument einen [i]„sphärischen“[/i] Klang.
Der Korpus ist in der Regel dreieckig oder trapezförmig und hat in der Mitte der Decke eine Schallöffnung, beispielsweise in Form eines Schallloches oder einer Rosette. Die Saiten sind so angeordnet, dass sie einzeln an der Kante des Instruments mit dem Bogen gestrichen werden können.
Es gibt verschiedene Stimmungen; die heute üblichsten Bauformen sind chromatische, diatonische und pentatonische Streichpsalter. Bei chromatischen Streichpsaltern sind die Stammtöne meist auf einer Seite des Instruments angeordnet und die erhöhten/verminderten Töne auf der anderen Seite.
Es gibt Streichpsalter in verschiedenen Stimmlagen, z. B. Sopran, Alt, Tenor oder Bass.
Bogen und Spieltechnik
Der Bogen eines Streichpsalters ist vergleichsweise kurz und meistens in traditioneller Bauform konvex gekrümmt, nicht konkav wie beim modernen Violinbogen. Der Bogen ist mit Rosshaar bespannt, das mit Kolophonium eingestrichen wird, um den Reibungswiderstand zwischen Saite und Bogen zu erhöhen.
Das Streichpsalter kann mit einem oder zwei Bögen gespielt werden. Beim Spiel mit einem Bogen hält die eine Hand das Instrument in der Armbeuge; die andere Hand führt den Bogen – ähnlich wie bei einer Violine. Beim Spiel mit zwei Bögen ruht das Instrument auf dem Schoß des Spielers und jede Hand führt einen Bogen. Bei dieser Technik können auch zwei Saiten gleichzeitig gestrichen werden.
Das Streichpsalter eignet sich sowohl als Melodie- als auch als Begleitinstrument. Für besondere Effekte können die Saiten auch angezupft werden.
Video Link - Spielweise

Bildquelle: http://www.saitenklang.de/streipsa.html
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Ein sehr faszinierendes Instrument, hab ich gestern das erste mal gehört...wunderschön. :-)